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29.06.2022

Endlich wieder "Hildesheimer Tag des Handwerks"

Nach dreijähriger Pause fand am 13. Juni im Jim & Jimmy wieder der traditionelle Hildesheimer Tag des Handwerks der Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld statt.
 
Mit einer gehörigen Lust auf Präsenz- und Live-Veranstaltungen konnten Kreishandwerksmeister Matthias Zieseniß und Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Reiner Wendlandt rund 250 geladene Gäste zum Tag des Handwerks in Hildesheim begrüßen, der nach einer Corona-Zwangspause von drei Jahren endlich wieder stattfinden konnte.

„Es wirkt noch ein wenig unwirklich, dass wir hier alle zusammenkommen können“, stellte Kreishandwerksmeister Zieseniß im Rahmen seiner Begrüßung fest. Zum guten Ton des Formats gehört es seit jeher, dass sich handwerkliches Ehrenamt und Vertreter aus Politik in ihren Reden gegenseitig die Karten legen, handwerkspolitische Herausforderungen beleuchten und Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Zieseniß machte den Anfang: „Es sind beunruhigende Entwicklungen auf den Märkten. Sogar im Bauhandwerk drohen Aufträge unwirtschaftlich zu werden, wenn Material- und Energiekosten nicht an die Kunden weitergegeben werden. Das Energieentlastungspaket des Bundes muss endlich bei den Betrieben und ihren Mitarbeitern ankommen.“ Trotz aller Herausforderungen, vor denen das Handwerk derzeit steht, betonte der Kreishandwerksmeister das Engagement der Innungsbetriebe in die Ausbildung des Nachwuchses. So soll der bundesweite „Tag des Handwerks“ am 17. September erstmals als Entdecker-Tag in vielen Betrieben vor Ort durchgeführt werden. „Wir wollen Schülern, ihren Eltern und allen Interessierten echtes Handwerk in den Betrieben vorführen – Handwerk zum Anfassen und Mitmachen“, so Zieseniß.

Für den Festvortrag „Handwerkspolitik in Deutschland“ konnten die Veranstalter Bernd Westphal, Mitglied im Deutschen Bundestag, gewinnen. „Handwerk ist immer dann zur Stelle, wenn es gebraucht wird. Dafür danke ich Ihnen herzlich“, so Westphal mit Blick auf die künftige Integrationsleistung der Betriebe im Zusammenhang mit Geflüchteten aus der Ukraine. „Die Wirtschafts- und Finanzpolitik ist allerdings gefordert, die massiven Konsequenzen des Krieges auf das Innovationsverhalten einzudämmen“, sagte der Bundestagsabgeordnete als Antwort auf die Rede des Kreishandwerksmeisters. Und weiter: „Das Handwerk lässt sich nicht unterkriegen. 50 Prozent aller Arbeitsplätze werden von Mittelstand und Handwerk gestellt, jeder zweite Euro wird hier verdient.“

Laura Hopmann, Mitglied des Niedersächsischen Landtages, und Bernd Lynack, Landrat des Landkreises Hildesheim, übernahmen die Verleihung des 2009 von der Kreishandwerkerschaft ins Leben gerufenen Ausbildungsförderpreises. „Mit diesem Preis wollen wir Ausbildung im Handwerk sichtbar machen und Betriebe, die Nachwuchs ausbilden, würdigen“, so Hopmann in ihrer Laudatio. Aufgrund des langjährigen Engagements in Ausbildung, guter Übernahmeperspektiven und der Förderung benachteiligter Jugendlicher überreichten Hopmann und Lynack den Ausbildungsförderpreis 2022 an Werner Meyer Orthopädieschuhtechnik aus Hildesheim. Die Urkunde nahmen Betriebsinhaber Frank Meyer und Betriebsleiter Erik Mörder entgegen. „Bleibt mutig, auch wenn es nicht immer einfach ist. Und gebt auch Auszubildenden eine Chance, die am Anfang Startschwierigkeiten haben“, sagte Meyer.

                             

Der Sieger des Ausbildungsförderpreises



Die Ehrung der Meisterjubilare, die vor 25, 40, 50 und 60 Jahren ihren Meisterbrief erhalten haben, übernahm erneut Delfino Roman, Präsident der Handwerkskammer. „Ihr Verdienst für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist von unschätzbarem Wert“, so der Präsident in Richtung der Geehrten. Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen, vor denen das Handwerk steht, forderte Roman eine Bildungswende: „Wir brauchen Gesellinnen und Gesellen. Die elterliche Fürsorge, die im Studium die beste Berufswahl sieht, ist falsch. Handwerker sind gefragt wie kaum je zuvor. Lieber ein erfolgreicher Geselle als ein prekärer Bachelor, lieber ein zufriedener Meister als ein gescheiterter Master.“

Die geehrten Meisterjubilare:

25-jähriges Meisterjubiläum: Maurermeister Horst Guido Albrecht (Sibbesse), Tischlermeister Henning Blume (Holle), Gas- und Wasserinstallateurmeister Arnd Bollmann (Nordstemmen), Steinmetzmeister Maik Dreßler (Nordstemmen), Landmaschinenmechanikermeister Rudolf Flügge (Nordstemmen), Maler- und Lackierermeister Gunter Hermstein (Heinde), Kraftfahrzeugmechanikermeister Ralf Jendrossek (Hildesheim), Dachdeckermeister Jörg Jüttner (Hildesheim), Elektroinstallateurmeister Oliver Kempf (Hildesheim), Malermeister Thomas Kirmes (Hildesheim), Maschinenbaumechanikermeister Dirk Köppe (Bad Salzdetfurth), Fleischermeister Heiko Kornacker (Freden), Zimmerermeister Richard Kreth (Banteln), Schornsteinfegermeister Martin Lichthardt (Harsum), Raumausstattermeisterin Elke Lorz (Giesen), Zimmerermeister Thomas Maibaum (Bad Salzdetfurth), Elektroinstallateurmeister Jörg Maschke (Hildesheim), Schornsteinfegermeister Alexander Meyer (Wendhausen), Metallbauermeister Olaf Molsen (Groß Düngen), Raumausstattermeister André Namendorf (Adensen), Schornsteinfegermeister Artur Nerenberg (Hildesheim), Maler- und Lackierermeister Peter Neumann (Sarstedt), Gas- und Wasserinstallateurmeister Ralf Ohlmer (Nordstemmen), Tischlermeister Björn Reimer (Heinum), Gas- und Wasserinstallateurmeister Thorsten Rode (Gronau), Schornsteinfegermeister Ralf Rumpeltin (Golmbach),  Elektroinstallateurmeister Burkhard Schlüter (Hildesheim), Schornsteinfegermeister Torsten Selonke (Söhlde),  Elektroinstallateurmeister Bernd Stesky (Hildesheim), Dachdeckermeister Marc Vornkahl (Söhlde), Kraftfahrzeugmechanikermeister Peter Wunnenberg (Lamspringe), Bäckermeister Matthias Zieseniß (Alfeld).

40-jähriges Meisterjubiläum: Schlossermeister Hans Baier (Elze), Gas- und Wasserinstallateurmeister Jürgen Gierlich (Duingen), Malermeister Gerhard Grote (Holle), Zimmermeister Karl-Heinz Kirchhoff (Gronau), Tischlermeister Ulrich Klimmt (Hildesheim), Tischlermeister Detlef Krüger (Alfeld), Kraftfahrzeugmechanikermeister Hans-Walter Machel (Nordstemmen), Elektroinstallateurmeister Rainer Schäfer (Hildesheim), Landmaschinenmechanikermeister Karl Wilhelm Steinbrink (Halle/Bremke), Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister Andreas Topp (Everode).

50-jähriges Meisterjubiläum: Bäckermeister Heinrich Engelke (Hildesheim), Maler- und Lackierermeister Franz Felix (Harsum), Kraftfahrzeugmechnikermeister Günter Flohr (Schellerten), Kraftfahrzeugtechnikermeister Günter Hahn (Algermissen), Friseurmeister Hans-Joachim Huth (Hildesheim), Tischlermeister Manfred Kasek (Holle), Tapezierermeister Joachim Kloss (Hildesheim), Tischlermeister Jürgen Machens (Hildesheim), Elektroinstallateurmeister Bernd Maschke (Hildesheim), Kfz-Mechanikermeister Bruno Meyer (Harsum), Tischlermeister Dieter Meyer (Schliekum), Friseurmeister Hans-Ulrich Pflips (Hildesheim), Gas- und Wasserinstallateurmeister Günter Schulze (Freden).

60-jähriges Meisterjubiläum: Maurermeister Heinz Barte (Bockenem), Maler- u. Lackierermeister Walter Berg (Nordstemmen), Elektroinstallateurmeister Walter Bollmann (Nordstemmen), Fleischermeister Harry Dilßner (Hildesheim), Bäckermeister Günther Grube (Eime), Gas- und Wasserinstallateurmeister Curt Hanke (Eime), Gas-und Wasserinstallateurmeister Manfred Holze (Hildesheim), Maler- und Lackierermeister Hans Kirmes (Hildesheim), Maler- und Lackierermeister Gerhard Neumann (Sarstedt), Friseurmeister Werner Ritter (Hildesheim), Tischlermeister Heinrich Schierding (Söhlde-Hoheneggelsen), Elektroinstallateurmeister Klaus Schlüter (Hildesheim), Raumausstattermeister Werner Sürig (Alfeld), Büchsenmachermeister Klaus Triebel (Berlin).

                             

Die Jubilare mit ihren Urkunden