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10.09.2026

Katharina Berndt ist neue Obermeisterin

Die Raumausstatter-Innung Hildesheim-Leinetal hat auf der letzten Innungsversammlung in Alfeld Katharina Berndt aus Moringen zur neuen Obermeisterin gewählt.
 
Sie ist damit Nachfolgerin von Elke Lorz, die durch Umstrukturierungen im Betrieb das Amt nicht weiter ausüben konnte. Ihr zur Seite stehen im Vorstand weiterhin Lehrlingswart Thomas Stenzel aus Alfeld und Caroline Ebel aus Diekholzen.



Ziel der neuen Obermeisterin ist es, die Mitgliederwerbung zu forcieren. Aktuell zählt die Innung neun Betriebe. Auch mit den Kollegen aus Braunschweig und Göttingen soll über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen werden.

Besondere Bedeutung hat die Berufsausbildung, zurzeit werden im Innungsbereich rund 14 Lehrlinge ausgebildet und geprüft. „Es wäre wünschenswert, wenn die Betriebe noch mehr ausbilden, um den Schulstandort in Hildesheim zu sichern“ sagte Juliane Krüger von der Walter-Gropius- Schule in Hildesheim.

Auf Landesebene gibt es Gespräche zur Zusammenlegung von Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung – ein Pilotprojekt mit Modellcharakter für Deutschland wird geprüft.

Die Obermeisterin informierte auch über die neuen Regelungen im Umgang mit Asbest.

„Wir kritisieren, dass die Erkundungspflicht für Veranlasser von Bau- und Sanierungsvorhaben gestrichen wurde. Aus unserer Sicht ist es für die ausführenden Gewerke unabdingbar, dass der Veranlasser einer Baumaßnahme vor deren Beginn erkundet, ob und welche Gefahrstoffe bei Ausführung der Arbeiten zu erwarten sind. Die jetzige Regelung ist praxisfern und nicht umsetzbar,“ sagte Geschäftsführer Reiner Wendlandt von der Kreishandwerkerschaft.

Asbest und weitere in früheren Jahrzehnten verbaute Gefahrstoffe sind ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Verantwortung für die Beseitigung dieser Altlasten kann nicht allein auf die ausführenden Betriebe der Bauwirtschaft abgewälzt werden.

Foto:

Die neue Obermeisterin Katharina Berndt (Bildmitte) mit Caroline Ebel und Thomas Stenzel