Aus- und Weiterbildung
Ausbildungspakt - Einstiegsqualifizierung Jugendlicher
Im Rahmen des Ausbildungspakts hat die Wirtschaft der Bundesregierung 2004 zugesagt, in diesem und in den beiden folgenden Jahren des Pakts jeweils 25.000 Plätze für betriebliche Einstiegsqualifizierungen zur Verfügung zu stellen.
Mit dem Sonderprogramm "Einstiegsqualifizierung Jugendlicher" (EQJ) flankiert die Bundesregierung durch finanzielle Förderung die betriebliche Einstiegsqualifizierung Jugendlicher.
Im ersten Paktjahr 2004/2005 gab es bereits 17.762 EQJ-Plätze.
Im Paktjahr 2005/2006 wurde die zugesagte Zahl von 25.000 Plätzen mit 31.718 Eintritten deutlich übertroffen.
Für das Paktjahr 2006/2007 wird die Bundesregierung den finanziellen Rahmen für 40.000 EQJ-Plätze ermöglichen.
Einstiegsqualifizierung - Türöffner zur BerufsausbildungDie Einstiegsqualifizierung erleichtert den Weg in eine geregelte Berufsausbildung.
Jugendliche unter 25 Jahren, die am 30. September noch keine Lehrstelle gefunden haben, erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit einen Ausbildungsberuf, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen.
Der Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung ist jederzeit möglich.
Eine gute Investition für den BetriebEinstiegsqualifizierungen bieten dem Unternehmer die Möglichkeit, potentiellen Nachwuchs über die Laufzeit des Qualifizierungsvertrags von mindestens sechs bis maximal zwölf Monaten kennen zu lernen. Unternehmer sehen mehr als Schulzeugnisse aussagen und die Jugendlichen können zeigen, was in ihnen steckt.
Finanzielle FörderungDie Agentur für Arbeit erstattet auf Antrag des Arbeitgebers die Vergütung der Einstiegsqualifizierung bis zu einer Höhe von 192,00 EUR monatlich und den pauschalierten Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Der Antrag ist
vor Beginn der Einstiegsqualifizierung bei der Agentur für Arbeit in dem Bezirk zustellen, in dem der Betrieb liegt. Die Agentur prüft, ob der Jugendliche zum förderfähigen Personenkreis gehört und erteilt einen schriftlichen Bescheid.
Abschluss mit ZertifikatDie Jugendlichen stellen ihr Wissen und Können in einem betrieblichen Praxistest unter Beweis und erhalten bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat der Handwerkskammer.
So funktioniert die Einstiegsqualifizierung in der PraxisEinstiegsqualifizierungen orientieren sich eng an Inhalten und Tätigkeiten staatlicher Ausbildungsberufe. Es gibt sie für eine Vielzahl gewerblicher und kaufmännischer Ausbildungsbereiche.
Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer geben Auskunft, welche Einstiegsqualifizierungen im Betrieb durchgeführt werden können und informieren über die weiteren Verfahrensschritte wie Beantragung der Förderung bei der Agentur für Arbeit und Abschluss des Qualifizierungsvertrags.